Unser Schultheater STIL
"Ein Weihnachtslied" von Charles Dickens
Premiere war am 20.12.2010 um 18.00 Uhr
Trotz des bevorstehenden Doppelabiturs spielten die Isinger Schüler zu Weihnachten 2010 Theater: Es stand "Ein Weihnachtslied" von Charles Dickens auf dem Programm, eine seiner bekanntesten Erzählungen in einer eigens geschriebenen Bühnenfassung, die mit Livemusik von Big Band und Chor musikalisch begleitet wird.
Ebenezer Scrooge, ein raffgieriger und hartherziger Geschäftsmann, ist ein Weihnachtshasser, für den das Fest nur Zeit- und Geldverschwendung ist und der einsam sein Leben fristet. Durch rätselhafte Besuche in der Nacht wird er zur Abkehr von seinem lebensfeindlichen und freudlosen Verhalten bewegt.
Die Inszenierung will die kleinen und großen Zuschauer in das England des 19. Jahrhunderts entführen, sodass das Geschehen in Originalkostümen dargeboten wird. Die sozialkritischen Töne des Stückes haben jedoch gerade heute wieder brennende Aktualität, da sich die soziale Schere auch bei uns wieder stärker öffnet.
Bilder von den Aufführungen
"Peer Gynt" von Henrik Ibsen
von unserer Theatergruppe Stil unter der Leitung von Frau Dr. Biller
Premiere war am 22.06.2010
„Peer, das lügst du“ - mit diesem ersten Satz seiner Mutter Aase und Peers Antwort „Nein, es ist wahr“ ist das Hauptthema des vielverschlungenen „Dramatischen Gedichts“ schon angeschlagen.
Peer ist ein charmanter Aufschneider, Träumer und Phantast, aber er ist auch ein Egoist und Versager, der sich in die selbstbeschönigende Lüge flüchtet.
Das Motto „sei du selbst“ wird er nicht erfüllen, sondern die Ideologie der selbstsüchtigen Trollwelt „sei dir selbst genug“ beherzigen und nur an sich denken.
Obwohl er aufgrund eines Brautraubs aus seiner norwegischen Heimat verstoßen wird, um die halbe Welt reist und Solveig, die ihn liebt und Jahrzehnte auf ihn warten wird, verlässt, geht er den Problemen aus dem Weg.
Er will Kaiser werden nur um des Titels willen, bis er nach höchst abenteuerlichen Unternehmungen – er wird durch Sklavenhandel reich, lässt sich als Prophet in Arabien göttlich verehren – bei seiner Rückkehr in die Heimat erkennt, dass hier sein Kaiserreich an der Seite Solveigs gewesen wäre.
Die mephistophelische Knopfgießerin, die ihn am Ende seines Lebens holen und seine Seele umgießen will, weil er substanzlos nichts Halbes und nichts Ganzes gewesen ist, kapituliert schließlich an der Liebe dieses Mädchens.
Mit „Peer Gynt“ hat Ibsen, dessen Werk als „Faust des Nordens“ gilt, das gesamte Leben eines sehr modernen Anti-Helden auf die Bühne gestellt, das bei uns nur in Ausschnitten gezeigt werden sollte und konnte. Wir, Schüler der 5. bis 13. Klasse, inszenierten publikumsnahe auf fünf Bühnen eine eigene Fassung unter musikalischer Begleitung unserer Schulbands.















